Historie
Gründung durch Adolf Ahlers im Jahr 1919
Die Ahlers AG geht auf die im Jahr 1919 von Adolf Ahlers in Jever, Kreis Friesland, gegründete Tuchgroßhandlung zurück. Die handelsregisterliche Eintragung als Einzelfirma erfolgt am 30. Juli 1920. Der zwischenzeitliche Sitzverlegung nach Oldenburg i.O. im Jahr 1925 folgt wenig später die Eröffnung eines Produktionsbetriebs und der Umzug des Hauptsitzes nach Herford-Elverdissen im Jahr 1932. Darüber hinaus wird vier Jahre später in Herford eine Wäschefabrik errichtet.
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Seit 1932 befindet sich die Verwaltung der Ahlers AG in Herford-Elverdissen. |
Die Stammfirma nimmt 1948 die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung an. Im Jahr 1950 wird die Kommanditgesellschaft Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers Obergesellschaft mit Adolf Ahlers als persönlich haftendem Gesellschafter. Bereits im Jahr 1959 überschreitet erstmals der Jahresumsatz die Marke von 100 Mio. DM.
Nach 1962 erfolgt eine Neuordnung der einzelnen Produktbereiche nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen. Für die Produktbereiche werden Vertriebsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH gegründet, denen gleichzeitig die jeweiligen Produktionsstätten zugeordnet werden.
Jan A. Ahlers wird 1968 Firmenchef
Nach dem Tod von Adolf Ahlers im Jahr 1968 tritt sein ältester Sohn Jan A. Ahlers seine Nachfolge an. Unter seiner Leitung wird im Jahr 1971 erstmals ein Jahresumsatz von über 200 Mio. DM erreicht. Die Produktion wird sukzessiv nach Süddeutschland und nach Österreich verlagert.
Im Jahr 1979 sucht Ahlers aufgrund des sich verstärkenden Preisdrucks aus den Entwicklungsländern nach eigenen Produktionsmöglichkeiten in lohngünstigen Ländern. Produktionsstätten werden aus diesen Überlegungen in Sri Lanka errichtet. Es erfolgt eine schrittweise Verlagerung der deutschen Fertigung in diese Niedriglohnländer; mehrere deutsche Produktionsstätten werden dabei geschlossen.
In den Jahren von 1982 bis 1986 baut Ahlers die Lohnveredelung aus; in Österreich und Sri Lanka werden Erweiterungsbauten errichtet.
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"Jupiter-Säule" Anröchter Dolomit, rd. 6,70 Meter hoch, Ulrich Rückriem (geb. 1938 in Düsseldorf) Im Jahre 1988 installiert von Ulrich Rückriem vor dem Ahlers-Verwaltungsgebäude in Herford-Elverdissen. Und ein Filz-Anzug von Joseph Beuys. |
Börsengang 1987
Im Jahr 1986 werden die entscheidenden gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen durchgeführt, um den Gang an die Börse vorzubereiten. Anfang 1987 erhielt dann die Adolf Ahlers GmbH die Rechtsform der Aktiengesellschaft. Die nachfolgende Hauptversammlung am 9. April 1987 beschließt, das Grundkapital um 5 Mio. DM auf 30 Mio. DM zu erhöhen. Der Gesamtmittelzufluss aus dieser Kapitalerhöhung dient der Stärkung der Eigenkapitalbasis der Gesellschaft. Die hierfür auszugebenden 100.000 Inhaberaktien werden mit einer Gewinnanteilberechtigung ab 1. Mai 1987 ausgestattet. Ein unter Führung der Commerzbank AG stehendes Bankenkonsortium übernimmt die Aktien und bietet sie in der Zeit vom 22. Mai bis 26. Mai 1987 einem breiten Publikum zur Zeichnung an. Der Kaufpreis je 50-Mark-Aktie wird auf 300 DM festgesetzt. Dieses Aktienangebot ist nach kürzester Zeit mehrfach überzeichnet.
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Der Weg an die Börse: Die Ahlers Aktie |
Die erste Preisfeststellung im Geregelten Markt an den Börsen zu Düsseldorf und Frankfurt am Main erfolgt am 3. Juni 1987 zu einem Kurs von 320 DM. Die Ahlers AG nutzt die Zeit vor der Börseneinführung zur Darstellung des Unternehmens mit einer breit gestreuten Finanz-Imageanzeigenserie. Sie soll den Auftakt eines offenen Dialogs mit den zukünftigen Aktionären und der interessierten Öffentlichkeit bilden.
Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1919 wird immer mit Gewinn gearbeitet.
Neue Marken im Konzern
Seit 1992 ist die Ahlers AG Lizenznehmer von Pierre Cardin, Paris, und mittlerweile zu einem der größten europäischen Lizenznehmer von Pierre Cardin geworden.
Im Jahre 1996 wird die eterna Beteiligungs-AG, Passau, erworben. eterna ist Marktführer für bügelfreie Hemden in Deutschland. Drei Jahre später werden mit der Gin Tonic Special Mode GmbH, Stuttgart und der Brandt Sportive Mode GmbH, Kassel, zwei weitere Unternehmen akquiriert. Im Jahr 2000 werden die weltweiten Rechte an der Marke OTTO KERN erworben.
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Verwaltung 2008 in Herford-Elverdissen. |
Mitte 2003 wechselt Herr Jan A. Ahlers, der das Unternehmen seit dem Börsengang im Jahr 1987 als Vorstandsvorsitzender geführt hat, in den Aufsichtsrat. Seine Nachfolge tritt der langjährige Finanzvorstand Herr Karl A. Galling an.
Am 14. Juli 2004 erfolgt die Aufnahme der Ahlers-Aktien in den Prime Standard der Deutschen Börse.
Dr. Stella A. Ahlers übernimmt den Vorstandsvorsitz 2005
Im Juli 2005 übernimmt Dr. Stella Ahlers, Enkeltochter des Firmengründers Adolf Ahlers, den Vorstandsvorsitz. Das Unternehmen wird nun in dritter Generation familiengeführt.
Ein Kaufvertrag über die Veräußerung der eterna Mode AG, Passau, an einen Finanzinvestor wird im Mai 2006 unterzeichnet. Das Ziel der Veräußerung ist, den Markenauftritt der Ahlers AG nachhaltig zu stärken und damit die Voraussetzungen für die weitere Optimierung des Markenportfolios zu schaffen. Gleichzeitig wird die Ahlers AG in die Lage versetzt, Möglichkeiten für den Erwerb neuer internationaler Marken im Männerbekleidungs-Sektor zu nutzen.
Die neue Markenpolitik setzt sich mit dem Erwerb sämtlicher Anteile an der Baldessarini GmbH & Co. KG, München, sowie sämtlicher Rechte an der Marke „Baldessarini“ mit Ausnahme der Nutzungsrechte für das Duftgeschäft, fort. Diese qualitativ führende Designermarke erschließt für die Ahlers AG den internationalen Luxusbereich.






